Billig? Wieviel ist ein Hund wert?


Die traurige Geschichte

von einem billigen Hund

 

 

 Achtung, Hundehändler sind überall !!!

 

Die nachfolgende Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-L mit der Bitte,

sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten.

Sie handelt von einem Welpen im Petshop (Tierhandlung).

Bei uns sind Läden in dem Hunde verkauft werden, verboten.

Nichts desto weniger blüht der Hundehandel,

vor allem mit Rassehunden aus den östlichen Ländern.

Was macht es für einen Unterschied,

ob ein Welpe nach einem grauenhaften Transport

bei einem Händler, auf dem Markt oder in einem Laden landet?!

Keinen.

Niemals würde ein Züchter,

der über einen winzigen Funken Anstand und Gefühl verfügt,

seine Hunde an einen Händler verschachern.

 

Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser

um aktive Aufklärung zukünftiger Hundehalter.

Der Artikel darf (soll) weiter verbreitet werden,

damit sich all die leute Gedanken machen.

die einen "billigen Hund" erwerben wollen.

 

 

 

 

 Die Geschichte von Lea

©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer

 

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.

Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.

Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell,

aber Sie war oft krank und sehr dünn.

Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern.

Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen,

hatte ich furchtbare Angst und war so traurig.

Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen

und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.

Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, das sie jetzt endlich Geld wollten und das,

das Geschrei meiner Schwester und mir Ihnen auf die Nerven gingen.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.

 

Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,

ohnmächtig vor Angst.

Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche -

wir sind in einem PETSHOP, einem Laden, wo es viele Tiere gibt.

Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.

Wir hörten auch das Wimmern von anderen Welpen.

Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen um uns anzuschauen, oft ganz kleine Menschen,

die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.

Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten.

Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.

Oft hören wir sie sagen "Oh, sind die süß, ich will eines", 
aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.

Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,

wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.

Als sie Sie am Morgen aus dem Käfig nahmen,

sagen sie, sie sei krank gewesen,

und ich sollte verbilligt abgegeben werden,

damit ich bald wegkomme.

Niemand beachtet mein leises Weinen,

als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft!

Jetzt wird alles gut!

Es sind sehr nette Leute,

die sich tatsächlich für MICH entschieden haben.

Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und

das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.

Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen.

Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar.

Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,

passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe.

Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und

nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

 

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.

Ich bekam einige Spritzen.

Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte,

es wäre o.k. dann entspannte ich mich.

Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,

sie sahen ganz bestürzt aus.

Ich hörte etwas von schweren Mängeln und

von Dysplasie E und von Herz zwei.

Er sprach von wilden Züchtern und

das meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.

Ich habe nichts von alldem begriffen,

aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich 6 Monate alt.

Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark,

aber mir tut bei jede Bewegung schrecklich weh.

Die Schmerzen gehen nie weg.

Außerdem kriege ich gleich Atemnot,

wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.

Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein,

aber ich schaffe es einfach nicht.

Vater und Mutter sprechen über mich.

Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und

immer hieß es "genetisch" und "nichts zu machen".

Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen,

möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.

Letzt Nacht war es schlimmer als eh und je.

Ich konnte nicht einmal aufstehen um zu trinken

und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen.

Sie sind so seltsam, was ist los?

War ich böse?

 

Sind sie am Ende böse auf mich?

Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.

Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten!

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken,

aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt.

Ich habe Angst.

Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben.

Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.

Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich,

und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.

Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft,

ein kleiner Stich Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum, ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern

auf einer großen grünen Wiese.

Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt,

nur Frieden und Glück.

So sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen

auf die einzige mir mögliche Weise:

mit einem sanften wedeln und einem kleinem schnuffeln.

Viele Jahre wollte ich mit Euch verbringen,

es hat nicht sein sollen.

Stattdessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.

 

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware. 


LEA 

 

  

Das Bild des Welpen stammt von uns um Lea ein Gesicht zu geben.

Leider gibt es viel zu viele solche Händler, die den Hund als Ware betrachten und

nur das Geld sehen nicht aber das Wesen, dass dahinter steckt.

Bitte schauen sie sich ihren Züchter genau an bevor sie sich für einen Welpen entscheiden.

Wenn es keine Interessenten mehr gäbe, würden sich die Händler auch keine Zuchtfabriken leisten.

 

Danke im Namen aller geschundenen Kreaturen.

 

 


 

Und nicht nur die Welpen haben ihre Geschichte zu erzählen,

sondern auch die Hundemütter:



In dem Stall ist es dunkel und kalt.

Mein Name ist „Hund“, ich bin 4 Jahre alt und hier in Dunkelheit geboren.

Um den Hals trage ich eine viel zu enge Kette mit der Nummer 286 und

lebe in Zwinger Nr. 5, direkt neben meiner Mutter.

Gegenüber lebt meine Tante, hinter mir höre ich meine Schwester bellen.

Ach, irgendwie sind wir hier alle miteinander verwandt.

 

Ich bin seit fast 60 Tagen schwanger und bekomme zum 7. Mal Babys.

Den Stall habe ich noch nie verlassen.

Grünes Gras und Sonnenlicht kenne ich nur aus Erzählungen meiner Mutter.

Mein Magen grummelt - ich habe solch einen Hunger!

Hoffentlich bekommen wir heute Abend noch ein wenig Brot.

Ein paar Tage später…

In der Nacht sind meine Welpen zur Welt gekommen.

Hineingeboren in die Dunkelheit und Kälte.

5 kleine Welpen liegen auf dem kalten Boden und

ich versuche sie mit meinem ausgemergelten Körper warm zu halten.

Ein kleines Mädchen bewegt sich nicht mehr.

Ich stupse sie mit meiner Nase an, aber sie hat die ersten Stunden leider nicht überlebt.

Die anderen Welpen drängen an die Milchbar –viel Milch habe ich nicht

und so haben meine kleinen Babys genauso viel Hunger wie ich auch.

Da kommt der Mann und schaut in meinen Zwinger.

Wortlos nimmt er mir das tote Welpenbaby weg und wirft es achtlos in einen Eimer.

Ich krieche zu meinen anderen Babys zurück und lege mich schützend über sie.

Ich bekomme ein paar Scheiben Brot hingeworfen, welche ich gierig verschlinge.

Dann schließt die Tür und ich bin mit meinen Babys wieder alleine.

Fünf Wochen später…

Die Tür wird aufgerissen und vor Schreck springe ich in die Ecke.

Doch ohje! Der Mann greift nach meinen Babys und trägt sie alle weg!

Ich fange laut an zu bellen und will meine Kinder verteidigen.

Aber ich spüre einen harten Tritt in meinen Bauch.

Ich schleudere in die Ecke und als ich wieder klar schauen kann, sind meine Babys weg! Wieder hat man mir alle genommen! Immer und immer wieder das gleiche!

Traurig lege ich mich in die Ecke und rieche den Babygeruch, der so langsam verfliegt… mein Gesäuge wird immer härter und heißer – es tut weh und

ich spüre ganz deutlich die Stelle, wo mich vorhin der Stiefel getroffen hat!

Ich wimmere leise vor mich hin – wo sind meine Babys?

Sie müssen doch noch trinken, mein Gesäuge tut so weh.

Aber ich bin wieder alleine in der Dunkelheit und Kälte.

Mir wird es abwechselnd heiß und kalt. Matt liege ich in der Ecke.

Das Fieber lässt mich schütteln und ich denke besorgt an meine Babys.

Wie es ihnen wohl gehen mag? Haben sie es jetzt warm und hell?

In Gedanken versunken schlafe ich ein…

Ein paar Stunden später kommt der Mann und schaut in den Zwinger.

„Hey, holt mal die Schubkarre, hier ist eine tot.“

Nur eine Geschichte? Leider nein!

Tag für Tag eiskalte Realität für unzählige Hündinnen,

die zum Wohle des Profits von skrupellosen Züchtern

in lebensunwürdigen Verhältnissen gehalten werden.

Ganz in unserer Nähe – sie leben mitten unter uns!

Sie wollen dagegen etwas tun?

Dann kaufen Sie keine billigen Welpen im Internet oder in der Zeitung!

Die Mutter Ihres Hundes könnte Hund Nr. 286 aus Zwinger Nr. 5 gewesen sein.